Evangelische Studierendengemeinde Jena

Aktuelles

Ferien-Special: Mo 12.09. 19.00 Uhr ökumenisches Taizé-Gebet

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Ihr braucht Euch Eurer Väter nicht zu schämen

Rezension zu Friedrich-Wilhelm von Hase (Hg.): Hitlers Rache. Das Stauffenberg-Attentat und seine Folgen für die Familien der Verschwörer, SCM-Verlag, Holzgerlingen 2014 von Sabine Nagel

„Das Furchtbarste ist zu wissen, dass es nicht gelingen kann

 und dass man es dennoch für unser Land und unsere Kinder tun muss.“

Berthold Schenk Graf von Stauffenberg

 In Jena begegnet man seinem Namen auf Straßenschildern und am Wohnheim für Studierende insbesondere der Theologie. Am Fürstengraben trifft man auf seine Büste, in der Aula der Universität auf sein Porträt und im Johannisfriedhof auf ein Grabmal für ihn und seine Frau. Gemeint ist Karl August von Hase (1800-1890), der als Kirchenhistoriker an der Jenaer Universität lehrte, zeitweise deren Rektor war, für einen gemäßigten Liberalismus stand und als junger Mann zu den Burschenschaften in Leipzig und Erlangen gehörte, wofür er Verweise von Universitäten und Haftstrafe in Kauf nahm. Das Widerstehen hat in dem weit verzweigten Familienbund derer von Hase, der über den freisinnigen Vorfahren Karl von Hase vielfältige Wurzeln in Jena hat, im aktiven Widerstand gegen Hitler durch einzelne Familienmitglieder eine Fortsetzung gefunden.  Genannt seien neben dem Enkelsohn Paul von Hase (1885-1944), der zu den militärischen Verschwörern um Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907-1944) gehörte, Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), Klaus Bonhoeffer (1901-1945), Rüdiger Schleicher (1895-1945), Hans von Dohnanyi (1902-1945).

Der Band „Hitlers Rache. Das Stauffenberg-Attentat und seine Folgen für die Familien der Verschwörer“ ist 70 Jahre nach den Ereignissen vom 20. Juli 1944 erschienen. Herausgeber Friedrich-Wilhelm von Hase (geb. 1937) war als Sohn des damaligen Stadtkommandanten von Berlin, Paul von Hase (1885 – 1944), unmittelbar selbst betroffen. Er hat Erinnerungen und Tagebuchaufzeichnungen von Ehefrauen der Verschwörer, von deren Kindern und Verwandten bzw. Enkelkindern zusammengestellt, die größtenteils der von Hitler angeordneten Sippenhaftung verfielen.

Der Urenkelsohn des Kirchenhistorikers Karl August von Hase ist selbst als Siebenjähriger nach dem missglückten Attentat mit etwa 46 Kindern im Alter von einem bis zu 15 Jahren aus Familien der Verschwörer in ein eigens dafür eingerichtetes Landkinderheim der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt  bei Bad Sachsa im Südharz verschleppt worden.  Von ihren Familien getrennt, sind die Kinder unter fremden Namen festgehalten worden. Die erwachsenen Familienmitglieder wurden verhört, in Gefängnisse oder Konzentrationslager verschleppt. Hitler hatte in seinem Hass auf die Gegner seiner nationalsozialistischen Herrschaft und zudem auf deren vielfach adlige Herkunft angeordnet, dass die Verschwörer allesamt auszurotten und ihre Familien, Frauen und Kinder in Konzentrationslager zu bringen seien. Der sich für die Verfolgung der Familien anbietende Reichsinnenminister Heinrich Himmler nahm die Familien der aktiven Gegner Hitlers in Sippenhaftung, sprach davon, sie ‚auszulöschen‘, das schlechte Blut ‚auszumerzen‘. Himmler hat gegenüber den Familienangehörigen aber eine Doppelstrategie verfolgt, wohl mit Blick auf seine politische Zukunft nach dem Krieg und um der zunehmenden Empörung über die Sanktionsmaßnahmen gegen Frauen, Kinder und alte Menschen entgegen zu wirken. So überlebte ein größerer Teil der in Sippenhaft genommenen Menschen. Deren Tagebuchnotizen, Briefe und spätere persönliche Rückblicke auf die Folgen des Geschehens vom 20. Juli 1944 hat der Archäologe und jüngste Sohn von Paul von Hase, Friedrich-Wilhelm von Hase, erklärend und kommentierend zusammengestellt. Versehen hat der Herausgeber diesen Teil des Buches mit Aufsätzen von Historikern

  • zum Staatsstreich vom 20. Juli (Joachim Scholtyseck),
  • zur Rolle von Generalleutnant Paul von Hase (Roland Kopp),
  • zu christlichem Glauben und militärischem Widerstand (Hans-Joachim Ramm),
  • zur Gebundenheit an den Fahneneid als einem moralischen Problem für die Angehörigen der Wehrmacht (Roland Hartung),
  • zu den Prozessen vor dem Volksgerichtshof (Arnim Ramm),
  • zur Sippenhaft als Repressionsinstrument (Johannes Salzig)
  • und zur Legitimation des Widerstandes im Nachkriegsdeutschland (Rüdiger von Voss)

und so die persönlich erinnerten Erlebnisse der von den Folgen des missglückten Attentats Betroffenen in den historischen Kontext gestellt.

Zu den späteren Folgen zählt auch, dass und wie die Männer des 20. Juli und weitere Widerstandskreise in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg verächtlich gemacht wurden. Christa von Hofacker hat als Zwölfjärige in ihrem Tagebuch aus der Zeit in Bad Sachsa allerdings festhalten können, dass der neue Bürgermeister von Bad Sachsa Anfang Mai 1945 zu den unter fremden Namen festgehaltenen Kindern sprach und ihnen sagte: „Und jetzt heißt Ihr wieder so wie früher, Ihr braucht Euch Eurer Namen und Väter nicht zu schämen, denn sie waren Helden!“ Worte, die sie nie vergessen hat.

Gerahmt sind die Zeugnisse aus den betroffenen Familien und die Beiträge der Historiker durch das vorangestellte Zitat von Berthold Schenk Graf von Stauffenberg, das eines der Dilemmata der Verschwörer sichtbar macht sowie einen Beitrag des äthiopischen Historikers und Unternehmensberaters Asfa-Wossen Asserate zu Zivilcourage, womit der Bogen in unsere Gegenwart unübersehbar geschlagen ist. Spätestens im Nachdenken über Zivilcourage und Anstand wird deutlich, dass das Grundthema des Widerstehens gegenüber Gewalt, Rassismus und Hass keine Frage aus der Vergangenheit ist, sondern sich immer wieder von neuem stellt.

Was aber ist es, das Menschen unterschiedlicher Grundhaltung, widerstehen lässt? Worauf beziehen sie sich? Worauf vertrauen und hoffen sie? Welches Ziel hat ihr Widerstand? Ludwig Mehlhorn (1950-2011), einer der Initiatoren des Versöhnungsweges zwischen Polen und Deutschland und Mitgestalter der Gedenk- und Begegnungsstätte Krzyzowa – Kreisau hat in seinem Begleitbuch zur Ausstellung „In der Wahrheit leben. Aus der Geschichte von Widerstand und Opposition in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ (hrg. von der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung und Kreisau Initiative e.V., Kreisau / Krzyzowa, 2012) herausgearbeitet, was er an Gemeinsamkeiten in den Grundhaltungen von Menschen im Widerstand gegen Diktaturen festgestellt hat (dort S. 14ff).

Er zählt erstens das Durchschauen der Lüge dazu, das Vermögen, Distanz zum System gewinnen bzw. wahren zu können. Die Männer des 20. Juli 1944 haben zu unterschiedlichen Zeiten Distanz zum System gewonnen und die Auslöser für ihre Entscheidung differierten stark. Waren einige wenige schon zu Beginn der NS-Herrschaft in Distanz zum System, so gab es trotz der rechtsstaatlichen Verwüstungen nach der Machtübernahme Hitlers und der Änderung des Fahneneides kaum Widerstand, wenn auch Unbehagen.

Zweitens benennt Mehlhorn die Fähigkeit, Unrecht wahrzunehmen, Mitleid zu empfinden und sich empören zu können gegenüber dem Unrecht, das anderen, auch fremden Menschen, angetan wird. Ausschlaggebend für die Beteiligung an der Verschwörung vom 20. Juli 1944 waren für einen Teil der an der Vorbereitung des Attentates Beteiligten die Grausamkeiten gegen die Juden, die Brutalität gegenüber der Bevölkerung in der Ukraine, die sie im Krieg wahrgenommen haben, bzw. das Völkerrecht brechende Befehle.

Als drittes Element des Widerstands benennt Mehlhorn Zivilcourage, Mut zum Risiko und die Bereitschaft, das eigene Leben aufs Spiel zu setzen und evtl. auch das der nächsten Angehörigen zu gefährden. Für die Männer des 20. Juli, die mehrheitlich höhere Offiziere waren, war Mut zum Risiko und vor allem die Bereitschaft, das eigene Leben aufs Spiel zu setzen, vermutlich naheliegender als bei Zivilisten.

Als wesentlich für die Grundhaltung des Widerstehens beschreibt Mehlhorn viertens das Vertrauen auf die Kraft der menschlichen Solidarität, auf Freundschaft und „Handeln aus der Freiheit der Unerschrockenen“. Margarethe von Hase (1898-1968), die Ehefrau von Paul von Hase, drückte das in ihren Erinnerungen an das Geschehen um den 20. Juli 1944 aus, indem sie feststellt, dass es schließlich doch die Beziehungen der Menschen untereinander seien, die dem Leben Wert geben. Zurückgreifen konnten die Verschwörer, die Inhaftierten und selbst die größeren Kinder in Bad Sachsa auf verlässliche Beziehungen weit über den Familienkreis hinaus und auf Vertrautes aus der Literatur, auf die Bibel, auf den christlichen Glauben und auf Gespräche mit Pfarrern, die ihnen halfen, ihre Entscheidung zu treffen bzw. Kraft zum Durchstehen und Ertragen zu finden.

Mit der Entscheidung, sich am Widerstand aktiv zu beteiligen, ist fünftens die Auseinandersetzung mit dem Wissen, trotz des Widerstehens nicht unschuldig zu sein, verbunden. Für die Militärs spielte dabei das Problem des Fahneneides eine Rolle, aber auch die Frage nach der Berechtigung des Tyrannenmordes. Für Menschen wie Dietrich Bonhoeffer war es die Notwendigkeit der freien und verantwortlichen Tat auch gegen Beruf und Auftrag, sowohl des Offiziers als auch des Theologen und Pfarrers.

Friedrich-Wilhem von Hase widmet das sehr zu empfehlende Buch zu Hitlers Rache an den Familien der Widerständigen seinen Eltern Paul und Margarethe von Hase „in Erinnerung an das Erlebte und Durchlittene“ als jüngster Sohn wie auch als Mitglied der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V., deren Anliegen es ist, auch diesen Teil der Geschichte des Widerstandes im kollektiven Gedächtnis  zu verankern.

 

 

 

 



Erosion des Glaubens – Mit welchen Bibeln leben wir?

Das Thema „Erosion des Glaubens – Mit welchen Bibeln leben wir?“ steht in diesem Jahr im Zentrum des Ehemaligentreffens der ESG Jena am 25. Juni. Landesbischof i. R. Prof. Dr. Christoph Kähler wird eine Einführung geben und zum Gespräch zur Verfügung stehen.

Das Treffen beginnt um 14 Uhr in den Räumen der ESG, August-Bebel-Str. 17a in Jena, mit Andacht, Vortrag und Diskussion. Ab 17 Uhr wird dann die Theatergruppe TheoTheater das Stück „Herr G“ aufführen.

Bereits ab 11 Uhr gibt es die Möglichkeit, sich in der ESG zu treffen, einen Imbiss einzunehmen und ab 18 Uhr auch am ESG-Sommerfest teilzunehmen.

Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

Anmeldung in der ESG: Tel. 03641 / 449790 bzw. bei sabine.nagel@uni-jena.de.

Teilnahmebeitrag für die Verpflegung (Mittagssuppe, Kaffee / Tee und Kuchen, Häppchen): 10€; Studierende 5€



Die ESG sucht neue Mitbewohner*innen

Das Haus der ESG bietet die Möglichkeit in zwei 6er WGs zusammen zu wohnen. Wir suchen ab sofort ein paar neue Bewohnerinnen, da Zimmer frei werden. Da der Wohnraum im Haus als Teil der ESG verstanden wird, sind die Bewohnerinnen aktiver Teil der Gemeinde. Dabei kann sich jede*r individuell und mit seinen/ ihren Stärken einbringen. Es ist uns wichtig, denen ein Zimmer im Haus geben zu können, die in irgendeiner Weise in der ESG aktiv sind oder aktiv werden wollen.  Die monatlichen Kosten liegen etwa bei 206€ (mit Nebenkosten; 146€ Miete und derzeit ca. 60€ Nebenkosten). Alle weiteren Infos zur Ausstattung, Zimmervergabe und Grundsätzen der ESG findest du in unserem „Hauskonzept ESG – Wohnen“ https://www.esg-jena.de/wohnen-in-der-esg/ . Wir freuen uns auf Dein Motivationsschreiben! Für weitere Rückfragen stehen die Vertrauensstudierenden gerne zur Verfügung (vrunde@esg-jena.de).



Ausflug nach Wittenberg am 03.04.2016

Wir unternehmen  am 03.04. gemeinsam einen Ausflug nach Wittenberg. Wir treffen uns um 07.30 Uhr am Paradiesbahnhof und fahren mit dem Zug nach Wittenberg. Dort werden wir an einer Stadtführung teilnehmen. Darüber hinaus besuchen wir das Lutherhaus. Ihr könnt Euch etwas zum Mittagessen mitnehmen oder wir suchen uns dort einen Imbiss. Um 20.06 Uhr sind wir wieder in Jena. Der Ausflug kostet 11 Euro pro Person. Bitte meldet Euch bis zum 30.03.2016 verbindlich bei Susanne Groß an (kontakt@esg-jena.de). Wir freuen uns auf Euch. Es wird bestimmt ein interessanter Ausflug mit vielen netten Gesprächen am Rande.

Eure Vs,

Marie, Tabea, Lisa und Susanne

 



Ökumenische Segensfeier am Valentinstag

 „Wenn du mich ansiehst, werd‘ ich schön“.

 

Mit dieser Gedichtzeile von Gabriela Mistral sind Verliebte, Liebende und Paare am

Sonntag, dem 14. Februar, um 18.00 Uhr

herzlich eingeladen zu einer ökumenischen Segensfeier in die Katholische Kirche St. Johannes Baptist in der Wagnergasse.

Evang.-Luther. Kirchgemeinde, Kathol. Gemeinde, KSG & ESG laden ein.

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„Lebensretter anzuklagen, ist irrwitzig.“ Stefan Schmidt im Internationalen Treff in der ESG!!!!

Er ist Kapitän und hat im Jahr 2004 mit der Cap Anamur 37 aus ihrer Heimat geflohene Menschen im Mittelmeer gerettet. Dafür wurde er verhaftet, in Italien kam es 2009 zum Prozess, der Staatsanwalt Santo Fornasier weinte:

„Als Santo Fornasier die Strafforderung verkünden soll, steht er auf und verlässt den Gerichtssaal. Dem Staatsanwalt im Prozess um das Flüchtlingsdrama auf der Cap Anamur geht die Sache zu sehr ans Gemüt. Draußen auf den Fluren im sizilianischen Agrigent soll der Chefankläger in Tränen ausgebrochen sein. Drinnen fordert derweil seine Kollegin vier Jahre Haft und 400 000 Euro Geldstrafe für den früheren Cap-Anamur-Chef Elias Bierdel und Kapitän Stefan Schmidt. Ihr „Verbrechen“: Sie hatten im Juli vor fünf Jahren 37 afrikanische Schiffbrüchige aus dem Mittelmeer gefischt und nach einer Odyssee gegen den Willen Roms auf Sizilien abgesetzt. Der Vorwurf wiegt schwer: Beihilfe zur illegalen Einreise …“ (Kölner Stadtanzeiger vom 03.06.2009)

Kapitän Stefan Schmidt setzt sich jetzt als Beautragter des Landes Schleswig-Holstein für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen für die, die zu uns kommen, ein. Er ist Mitgründer von Borderleine Europe. Menschenrechte ohne Grenzen e. V. (www.borderline-europe.de) und auch über diese Hilfsorganisation weiter engagiert für Flüchtlinge, deren Rettung und menschengerechte Aufnahme in Europa, so u.a. auf der Insel Lesbos.

Ich lade Euch herzlich zu unserem letzten Internationalen Treff im Semester ein und kann Euch versprechen, dass wir einem sehr beeindruckenden Menschen begegnen werden.

Sabine Nagel



„Die Heimat der Noon“ von Hassan Humeida

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Verstehen meine Freunde, was Krieg ist?
Verstehen die, die ich gerne habe, was Flucht ist?

Verstehen alle, die ich lieb habe, wie man vor dem Krieg flieht?
Das fragen sich meine kleine Schwester und ich.
Ich möchte euch meine Geschichte erzählen, denn meine Familie und ich mussten damals vor dem Krieg fliehen. Von unserer langen Reise in einen weit entfernten und sicheren Hafen. Eine neue Heimat heißt uns jetzt willkommen und gewährt uns für einige Zeit Sicherheit.

So beginnen die Geschichten mit dem Titel „Die Heimat der Noon“ von Hassan Humeida, die für Kinder und Jugendliche geschrieben sind, sich aber auch an Erwachsene richten. Die vorliegende Sammlung nimmt das Thema der Flucht konsequent aus der Perspektive eines Kindes auf, das mit seiner Familie vor dem Krieg fliehen und sich in einer neuen Heimat einleben muss. Erzäh

len im ersten Teil die Geschichten vom Erleben des drohenden Krieges und der Flucht, so werden im zweiten Teil die Werte, Gepflogenheiten und Regeln des Zusammenlebens im Ankunftsland so beschrieben, dass sie für Kinder verständlich sind. Diese trotz der Schwere der zugrunde liegenden Situation nie harten Texte stellen eine Chance für Kinder mit Migrationshintergrund bzw. von Flüchtlingen dar, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und das Land, in dem sie angekommen sind, besser zu verstehen. Die so erzählten Erfahrungen können zum Einleben der Familien in Deutschland beitragen. Besonders aber auch hier aufgewachsene Kinder kommen mit dem Leben und mit den Problemen der fremden Kinder, ihrer neuen Mitschülerinnen und Mitschüler, in Berührung, so dass sie die, die von weit her kommen, verstehen lernen.

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Die vorliegende Geschichtensammlung in arabischer und deutscher Sprache hat der Ernährungswissenschaftler Dr. Hassan Humeida, ein ehemaliger Student der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Stipendiat des Evangelischen Entwicklungsdienstes, verfasst. Hassan Humeida, der aus dem Nordsudan stammt und seit 1994 Geschichten für Kinder in arabischer Sprache schreibt, lebt mit seiner Familie in Deutschland und kennt aus seiner Kindheit und Jugend aus eigenem Erleben, wovon er erzählt. Auch die farbigen Illustrationen lassen erkennen, dass der ebenfalls aus dem Sudan stammende Illustrator der Geschichten, Eihab Elhassan, das Leben in einem Land kennt, aus dem Menschen, Kinder und Erwachsene, die Gefahren der Flucht auf sich nehmen, um in Sicherheit leben zu können.

Besonders geeignet sind die vorliegenden Geschichten zum Vorlesen in beiden Sprachen an Orten, an denen vorrangig arabisch sprechende Flüchtlinge leben und daran interessiert sind, Deutsch zu lernen: in Erstaufnahmeeinrichtungen, Schulen und Kindergärten.
Dieses Buchprojekt von Hassan Humeida und der ESG Jena haben das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz, das ‚Lothar-Kreyssig-Ökumene-Zentrum‘ des Kirchlichen Entwicklungsdienstes der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland großzügig finanziell durch Übernahme des größten Teiles der Druckkosten unterstützt.

Das Buch können Sie gegen eine Spende bei der
ESG Jena, August-Bebel-Str. 17a, 07743 Jena,
Tel.: 03641 / 449790; e-mail: kontakt@esg-jena.de erhalten.



Die Seele des Advents

Liebe Freunde und Freundinnen der ESG Jena,

der Advent ist eine Zeit der Unruhe, eine Zwischenzeit, ein Zwischenraum, ein Warten.

„Es ist Gott selber, der von der adventlichen Unruhe umgetrieben wird.
Er steckt uns damit an.
Was also die Seele des Advents ausmacht, das ist eine tiefe, leidenschaftliche Sehnsucht, die uns mit Gott verbindet, die Sehnsucht nach einer Welt, in der Menschen in Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit, Frieden und Freiheit leben können.“
(Rolf Zerfaß, geb. 1934, em. Prof. für Pastoraltheologie und Homiletik, Würzburg)

Die äußere adventliche Unruhe, die uns so umtreibt in diesen Tagen, kommt zu Weihnachten dann erst einmal zur Ruhe und das ist auch gut so. Wir brauchen diese Unterbrechung.

Aber ich wünsche Euch und uns zusammen, dass die adventliche Unruhe, von der Rolf Zerfaß spricht, uns erhalten bleibt als Sehnsucht, als Haltung  und als Maßstab zum Handeln für ein Leben in Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit, Frieden und Freiheit für alle Menschen. Die gesamte Schöpfung braucht diese Ausrichtung, um weiter bestehen zu können.

Gesegnete und frohe Weihnachtstage
wünscht Euch und Euren Familien und Freund_innen weltweit

Sabine



Klaus-Peter Hertzsch (1930 – 1985)

Am 26. November ist Klaus-Peter Hertzsch im Alter von 85 Jahren verstorben. Er war von 1959 bis 1966 Studentenpfarrer in Jena, anschließend leitete er die Geschäftsstelle der ESGn in der DDR  und von 1969 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1995 hatte er eine Professur für Praktische Theologie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena inne.

Seit Gründung unseres ESG-Freundeskreises am 17. März 2007 war Prof. Hertzsch zuerst Vorstands- , dann Ehrenmitglied des Freundes- und Förderkreises der ESG Jena und hat in diesem Zusammenhang seine Erfahrungen in der Studentengemeinde aus schwierigen Zeiten insbesondere in die Darstellung der Geschichte der ESG eingetragen.

Ein von seinem Hausarzt Dr. Klaus Ruffert gemaltes Porträt, das im Besitz unserer ESG ist, zeigt Klaus-Peter Hertzsch vor kräftigen Hoffnungsfarben.

Wir verdanken ihm vieles. Die Jüngeren kennen das Mut machende und Hoffnung ausstrahlende Lied „Vertraut den neuen Wegen“ oder die biblischen Balladen. Ältere erinnern sich u. a. an seine Vorlesungen zur Literatur des 20. Jahrhunderts, an die späte Christvesper in der Friedenskirche, an seine Bibelauslegungen, an Rüstzeiten im Pfarrhaus Tautenburg. Wir denken in Dankbarkeit an den Studentenpfarrer, Prediger, Lehrer, Dichter.

Die Trauerfeier für Klaus-Peter Hertzsch findet am 11. Dezember um 11 Uhr in der Stadtkirche in Jena statt.



Obst für Flüchtlinge – seid dabei!

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Schon seit einigen Monaten besteht zwischen der ESG und dem Café International in Eisenberg eine ganz besondere Kooperation: Gelegentlich machen wir uns mit Obst aus einem Jenaer Bioladen auf den Weg dorthin, um dieses praktisch als „Vitaminspenden“ dort den überwiegend aus der Flüchtlings-Erstaufnahmestelle stammenden Besuchern zu überlassen. Immerhin: Obst ist dort nach Aussagen der Betroffenen eher rar, und auch das Café International schafft es gerade, Getränke und kleine Knabbereien zu stellen. Bei unseren Besuchsfahrten bietet sich auch immer die Möglichkeit, mit den Flüchtlingen und den im Café International Engagierten ins Gespräch zu kommen, sodass die Aktion immer eine große Bereicherung für alle darstellt.

Wer Lust, sich dem kleinen, aber feinen Obst-Team anzuschließen, ist herzlich willkommen! Das nächste Mal fahren wir am Di, 1.12. und Mi, 16.12., jeweils 15 Uhr ab der ESG. Interessenten sind gebeten, sich möglichst bei der Studierendenpfarrerin vorher anzumelden (Kontakt), ihr dürft aber auch spontan zur angegebenen Zeit zur ESG kommen. Kosten für die Obstspenden übernimmt natürlich die ESG.

Wir freuen uns auf euch!

Eure Obstlerinnen und Obstler 😉



Fotos der „Nacht der Lichter“ 2015 sind online

Die Fotos dier diesjährigen Nacht der Lichter sind online! Ihr findet sie in unserer Gallerie. Viel Spaß beim Stöbern!

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Toleranz und ihre Grenzen

Grenzen der Toleranz werden gegenwärtig in verschiedene Richtungen sichtbar.

Der ‚Ökumenische Beirat Kirchen und Hochschulen in Jena‘ lädt am

Donnerstag, dem 5. November 2015, ab 19.00 Uhr

in die Rosensäle, Fürstengraben 27 in Jena, zu diesem Thema ein.

Referenten sind Prof. Dr. Nikolaus Knoepffler vom Ethikzentrum und Prof. Dr. Wolfgang Frindte vom Institut für Kommunikationswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität.

Die Moderation des Abends übernimmt Prof. Dr. Ekkehard Schleußner von der Klinik für Geburtshilfe.

Musikaliche Umrahmung: Clemens Appenroth (Cello, E-Gitarre, …)

Catering: Chile-Projekt des Christlichen Gymnasiums



Es ist uns gesagt, was gut ist

Wort zum Sonntag für den 18.10.2015 von Sabine Nagel

Es ist uns gesagt, was gut ist

Gut ist das nicht. Erst recht nicht gut gemeint, was zu hören ist und was Aufnahmen zeigen von Demonstrationen in Dresden, Erfurt und andernorts, die sich gegen Flüchtlinge und die Flüchtlingspolitik in unserem Land richten. Im Rahmen der Rechtsordnung nicht so recht straffähig, juristisch nicht greifbar, sind die Worte und Transparente für mich ohne Anstand, ohne das Maß an Lebensart, das ich im zwischenmenschlichen Verhalten bisher meinte, bei uns erwarten zu können. Als wäre alles Maß für Anstand verflogen, alles Nachdenken in die Enge geführt worden.
Anlass, sicher nicht der tiefere Grund, sind die Fremden, die zu uns kommen. Sie und alle, die sich mit ihnen solidarisch zeigen, werden zum Ziel von Aggressionen, die ich mir nicht mehr mit Ängsten erklären kann. Wer ängstlich ist, fragt eher, wie zu bewältigen ist, was uns jetzt aufgegeben ist und welche Schwierigkeiten es geben wird. Wen Ängste umtreiben, der wird nicht zum Brandstifter, der brennt nicht die Gebäude ab, die so dringend und nicht nur für Flüchtlinge, gebraucht werden.
Fremde Menschen aus anderen Kulturen erinnern auch an nicht zugelassene Wunschphantasien und lassen etwas vermuten, was der eigenen Welt fehlt, sie nähren Hoffnungen für mehr Wärme im Zusammenleben bei uns.
Was aber ist gut? Lesen wir dazu in der Bibel nach beim Propheten Micha, der zu seiner Zeit, im 8. Jahrhundert v. Chr., ein heftiger Kritiker der sozialen Zustände in der Gegend um Jerusalem war. Er ging davon aus, dass Menschen wissen können, was gut ist und hat doch erlebt, dass sie dem so oft nicht gerecht werden: „Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet. Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott.“ (Micha 6, 8)
Der Prophet zählt nicht Gebote und Regeln auf, sondern macht Mut, zu urteilen und zu handeln, ohne sich abstrakten Normen zu unterwerfen. Aber er fordert auf der anderen Seite auch vom Menschen, von uns, dass wir unsere Grenzen kennen und nicht der Hybris verfallen, niemandem Rechenschaft schuldig, niemandem gegenüber verantwortlich zu sein. Micha ahnte sicher und empörte sich darüber, dass wir Menschen wissen, wie wir reden und handeln sollten, es uns aber immer nur fragmentarisch gelingt, so zu leben, dass gut ist, was wir tun.
Es ist uns gesagt worden, was gut ist: Diese Worte verweisen auf eine neue erhoffte Wirklichkeit, die nicht mit richtig oder falsch, schwarz oder weiß zu bestimmen ist. Sie lässt sich aber beschreiben und erzählen, mit Gedichten und Liedern zum Ausdruck bringen. Als am 3. Oktober bei einer der Demonstrationen am Forstweg der Posaunenchor aus Beethovens IX. Sinfonie die Vertonung der Ode an die Freude von Friedrich Schiller gespielt hat, war etwas von dem, wie die Wirklichkeit sein könnte, um und in uns. Erst recht, als junge Menschen vorgeschlagen haben, dass wir doch alle mitsingen könnten: „… Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt …“. Auch damit ist uns gesagt, was gut ist.



1. ESG-Tag der mitteldeutschen ESGn am 24.Oktober 2015 in der ESG Jena

Was ist ESG? Wozu braucht es ESGn? Wie siehst Du Deine ESG?

10.00 Uhr Begrüßung, Andacht, Kennenlernen
11.15 Uhr Impulsvortrag, Dr. Dietrich Rusam
„Feldstudien zur Situation von Studierenden und ESGn als Gemeinden und Teil der Kirche“
12.00 Uhr Mittagessen
13.00 Uhr Workshops
14.30 Uhr Kaffee, Kuchen & Bewegung zum Durchatmen
15.00 Uhr Workshop-Ergebnisse
16.00 Uhr Wünsche für die Zukunft
16.30 Uhr Reisesegen

Wir bieten danach das ‚Nachtleben‘ von Jena an!

Anmeldung bei: sabine.nagel@uni-jena.de

Kosten für Verpflegung: 5€



„Nacht der Lichter“ 2015: SängerInnen & MusikerInnen gesucht!

Unsere diesjährige ökumenische „Nacht der Lichter“ 2015 findet am Do, 26.11. um 20:00 in Stadtkirche St. Michael statt.

Dafür suchen wir noch Sänger(innen) & Instrumentalist(inn)en! Der Aufwand ist minimal: Proben sind am So, 22.11. um 19:00 in der ESG Jena (August-Bebel-Str. 17a) & Do, 26.11. um 18:00 in der Stadtkirche. Infos & Anmeldung bei Lorenz Opitz (lorenz@esg-jena.de).

Für weitere Informationen zu unseren Taizé-Gebeten bitte hier klicken.

 

The „Night of lights“ 2015 takes place on Thursday, 26/11 at 20:00 in the town church St. Michael. Singers & instrumentalists wanted! The effort to make is minimal: Rehersals are on Sunday, 22/11 at 19:00 and on Thursday 26/11 at 18:00. Info & registration: Lorenz Opitz (lorenz@esg-jena.de).

For more information about our Taizé prayers please click here.

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Wanderung von Thüringer ESGn & KSGn am Reformationstag im Ilmtal

In diesem Jahr sind wir von ESG & KSG aus Weimar ins Ilmtal eingeladen:

Liebe ESGn und KSGn Thüringens,

wir Weimarer freuen uns, dass wir am 31. 10. unsere traditionell gemeinsame 
Reformationstags-Wanderung ausrichten dürfen. Wir haben uns schon einen sehr 
schönen Weg durch das Ilmtal einfallen lassen - mit Einkehrmöglichkeit.

Wir treffen uns *um 10.00 Uhr *an *Weimar, Belvedere*. 
Vom Bahnhof Weimar aus fährt die Linie 1 direkt nach 
Belvedere. Dort warten wir auf euch und dann gehts los: über Vollersroda und die 
Balsamine, wo wir uns bei Speis oder/und Trank stärken werden, über Buchfart 
nach Hetschburg. Dort fährt vom Bahnhof stündlich ein Zug wieder zurück in eure 
jeweilige Studienheimat. Die Verbindungen sowohl nach Ilmenau, als auch nach 
Jena und Erfurt, sind auch am 31.10. gegeben.

Zum Einkehren in der Balsamine bringe bitte jede und jeder das nötige Kleingeld 
mit, das er und sie zum Verspeisen benötigt.

Sollte es in Strömen regnen, werden wir eine Schlechtwettervariante anbieten. In 
Weimar kann man bei jedem Wetter etwas machen, es ist also kein Grund, zuhause 
zu bleiben  Wir werden euch darüber dann zeitnah informieren.

Herzliche Grüße,
Eure ÖSG Weimar


Workshop zu Kirchenasyl

So lange war ich auf der Flucht, du hast meine Tränen gesehen Ps 56

Asylsuchende sind getroffen von Krieg, Armut und Ungerechtigkeit. Wir fragen uns: Stehen hierbei nur die Herkunfts- und Zielstaaten in Verantwortung? Oder auch alle Menschen, die ein judäo-christliches Selbstverständnis haben? Denn die Bibel erzählt viele Geschichten von Flucht und geflüchteten Menschen. Deshalb sollten wir gerade heute diese Geschichten besonders aufmerksam lesen. Es kommen immer mehr Menschen zu uns in der Hoffnung auf Hilfe und Schutz und wir müssen uns über unseren Umgang hiermit klar werden.

Wir wollen uns mit den Fragen beschäftigen: Was ist Asyl? Was ist
Kirchenasyl? Wie stehen wir zu Kirchenasyl?

Beginn ist jeweils um 19 Uhr im Hörsaal 6 in der Carl-Zeiss-Straße 3.

29.06.2015

Politisch Verfolgte genießen Asylrecht?!
GG Art.16a(1)

Asylrecht und gesellschaftliche Konsequenzen: Geflüchtete in Deutschland und Europa

Mit: Daniel Stahl und Deljad Munla Ali

01.07.2015

Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen
Mt 25

Kirchenasyl in ethischer, theologischer und gemeindlicher Perspektive

Mit:
Pfarrer Gotthard Lemke,
Mensur Koc und einem Mitglied der Gemeindeleitung der Friedenskirche

Eine Veranstaltung des AK Studierende für Kirchenasyl in Kooperation mit der
Evangelischen Studierendengemeinde Jena



Die ESG beim 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart

Vom 03. bis zum 07. Juni 2015 fand in Stuttgart der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag statt. Mit dabei waren auch einige Studierende der ESG Jena. Zeitlich eingerahmt von mehreren Eröffnungs- und einem zentralen Abschlussgottesdienst erlebten die Teilnehmenden fünf eindrucksvolle Tage in der baden-württembergischen Landeshauptstadt, die unter dem Motto „damit wir klug werden“ aus Psalm 90,12 standen. Das abwechslungsreicheProgramm umfasste neben Bibelarbeiten und Gottesdiensten eine Reihe an Vorträgen und Podiumsdiskussionen,wie auch  kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Kabarett und vieles mehr, so dass es den vielfältigen Interessen der rund 100.000 Teilnehmenden gerecht werden konnte. Gemäß dem Kirchentagsmotto standen dabei sowohl Erkenntnisgewinn als auch gelebte Gemeinschaft im Vordergrund. Trotz einiger kontroverser inhaltlicher Debatten während des Kirchentages wie auch danach war eine ausgesprochen positive und segensreiche Stimmung zu verspüren, die von den Teilnehmenden mitgenommen und in die Gemeinden getragen wurde.

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„Flanieren & Empören – Widersprüchliches Vermächtnis von Vater & Sohn“.

Sabine Nagel, Christof Reiff, Christina Lauterbach (v.l.n.r.), Foto Franz Nagel

 

 

 

 

 

Lesekonzert in der Martinskirche Kunitz

Das Programm ist extra für die einmalige Aufführung in der Martinskirche Kunitz zusammengestellt: Am Sonntag, dem 14. Juni um 17 Uhr spielen Christof Reiff (Soloklarinettist der Jenaer Philharmonie) und Christina Lauterbach (Piano) ein breit gefächertes Repertoire an Kompositionen von Camille Saint-Saëns, Fritz Kreisler, Johann Sebastian Bach und anderen. Sabine Nagel liest Texte von Franz Hessel und seinem Sohn Stéphane Hessel. Die sehr unterschiedlichen Anliegen der beiden Autoren regen den Titel des Lesekonzerts an: „Flanieren & Empören – Widersprüchliches Vermächtnis von Vater & Sohn“.

Franz Hessel (1880-1941) war Dichter und Übersetzer, seine Werke kreisen um das Flanieren als Lebensform und Wahrnehmungskultur. Sein Sohn Stéphane Hessel (1917-2013) war Mitglied der Französischen Resistance, Buchenwaldhäftling und später französischer Diplomat. Aufsehen erregte er 2010 mit seinem Essay „Empört Euch!“, der sich gegen politische Gleichgültigkeit richtet. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.



„Der zerrissene Gott. Der christliche Dreifaltigkeitsglaube in den Brüchen der Welt“

Am Dienstag, dem 16.06.2015, ab 20 Uhr hält der katholische Professor für Pastoraltheologie, Ottmar Fuchs (Tübingen), im Rahmen des ökumenischen Abends von ESG und KSG einen Vortrag zum Thema „Der zerrissene Gott. Der christliche Dreifaltigkeitsglaube in den Brüchen der Welt“. Interessierte sind herzlich eingeladen in die Räume der KSG „Am Johannisfriedhof 1“ (über dem Katholischen Kindergarten).

Der Abend beginnt mit dem Abendessen um 18.15 Uhr und einer Andacht um 19.15 Uhr in der katholiscen Kirche St.-Johann-Baptist.



Tagesausflug zum Brockentreffen der ESGn am 20.06.15

Tagesausflug zum Brockentreffen der ESGn
Hoch hinaus

Samstag | 20.06.2015 | 06:50 – 21:00 Uhr 

Die Berliner ESG lädt zur gemeinsamen Wanderung der ESGn auf den Brocken ein: Lerne den Gipfel des Harzes und Menschen aus anderen ESGn kennen!Die Route führt dieses Jahr vom Naturparkhaus in Ilsenburg durch das Ilsetal und über den Hirtenstieg hinauf auf den Brocken. Unterwegs gibt es genügend Pausen, geistliche Impulse und die traditionelle „Bergpredigt“ auf dem Gipfel.

Treffpunkt für das Brockentreffen ist der Wanderparkplatz südlich des Nationalparkhauses Ilsetal. Die nächstgelegene Adresse zur Eingabe in ein Navigationsgerät ist:

Ilsetal 16, 38871 Ilsenburg

Wir treffen uns auf dem Wanderparkplatz am Samstag, 20. Juni 2015 zwischen 10:00 und 10:30 Uhr. Der Aufstieg beginnt 10:50 Uhr. Wer den Parkplatz (z.B. wg. Stau) nicht rechtzeitig erreicht, rufe bitte Holger Dannenmann unter 0176 / 20 94 99 50 an.

Es wird keine Andacht vorneweg gefeiert. Den ersten geistlichen Impuls gibt es, wenn wir bereits auf dem Weg sind.

Wären vielleicht Fahrerinnen und Fahrer mit Kleinbus bereit, die eigenen Leute bereits um ca. 10:00 am Wanderparkplatz abzusetzen und die um 10:29 Uhr am Bahnhof Ilsenburg mit der Bahn Ankommenden abzuholen und zum Wanderparkplatz zu bringen und ggf. nach der Wanderung zu 17:31 Uhr wieder zum Bahnhof? Das würde den gegebenen Zeitrahmen der einzig vernünftigen Bahnverbindung etwas entspannen.

Der Aufstieg erfolgt durch das Ilsetal und über den Hirtenstieg. Auf dem Brocken angekommen gibt es am Gipfelstein noch einen „Berggottesdienst“. Nach der etwa einstündigen Pause geht es mit einer kleinen Variation auf der Wegstrecke zurück nach Ilsenburg. Geplante Ankunftszeit auf dem Wanderparkplatz ist kurz vor 17:00.

Ihr braucht feste Schuhe und genügend Proviant für den ganzen Tag. Die Kleidung sollte der auch im Sommer auf dem Gipfel manchmal nur bei 5-10 Grad liegenden Temperatur anpassbar sein. Bei evtl. zu erwartendem Niederschlägen, sollte unbedingt geeignete Regenkleidung mitgenommen werden.

Die Wanderung ist etwa 22 km lang bei 700 m Höhenunterschied.
Informationen und Absprachen in der ESG Jena bzw. über Holger Dannemann.

Holger Dannenmann | Studierendenpfarrer | Evangelische Studierendengemeinde Berlin (ESG) | Borsigstr. 5, 10115 Berlin | Mobil 0176. 2094 9950 | Telefon 030. 2838 8225 | Fax 030. 2838 8224 | holger.dannenmann@esgberlin.de | http://www.esgberlin.de



Gottesdienst am Kunstwerk am 4. Juli 17 Uhr

Mitten unter uns – Gottesdienste an Kunstwerken in Jena

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Sonnabend, 4. Juli, 17.00 Uhr
Kunstgottesdienst am Denkmal für die,
„deren Menschenwürde verletzt wurde, den
Verfolgten, die gegen die kommunistische
Diktatur aufrecht für Demokratie und
Menschenrechte einstanden. 1945–89“

„Wohl denen, die hungrig und durstig nach
Gerechtigkeit sind“

Mitwirkende: Sabine Nagel, Sibylle Mania
(Weimar), Martin Neubert (Weimar/Halle),
Mitglieder der Evangelischen Studierendengemeinde,
Clemens Appenroth (Kontrabass
und Bassgitarre), Stephen Taylor (Saxophon)
Jena Mitte
Am Anger 15/Lutherplatz

 

Dieser Gottesdienst gehört zu einer Reihe von Gottesdiensten an Kunstwerken in Jena:

www.kirchenkreis-jena.de



Internationales Friedensgebet am 11.6. um 7 Uhr in der ESG

Am Donnerstag, dem 11. 06.15, gibt es bei uns um 7 Uhr ein Internationales Gebet für Frieden.Eingeladen sind Studierende aus aller Welt, die sich dem gemeinsamen Gebet anschließen möchten.  Anschließend laden wir zum Frühstück ein.



Ehemaligentreffen der ESG Jena: Begegnung der ehemaligen & der aktuellen ESG / Referent: Andreas Zumach

Liebe ehemalige und aktuelle Freundinnen und Freunde der ESG Jena,

wir laden Sie bzw. Euch alle herzlich zum diesjährigen Ehemaligentreffen und zum Sommerfest der ESG ein,

was wie in den letzten Jahren gut mit dem Universitätsgottesdienst und dem Universitätsgartenfest zu verbinden ist.

Das Programm dieser Tage sieht folgendermaßen aus:

 

Fr 26.06. Dies Academicus der Friedrich-Schiller-Universität zum Thema „Lichtblicke“

17.00 Uhr Stadtkirche St. Michael
„Licht“ . Ökumenischer Universitätsgottesdienst zum Schillertag
Prediger: Prof. Dr. Udo Ebert

20.00 Uhr Universitätsgartenfest in Prinzessinnengarten und Botanischem Garten
Sa 27. 06. Ehemaligentreffen der ESG (mit Kinderbetreuung bei Nachfrage) in der August-Bebel-Str. 17a

Beginn 11.00 Uhr mit Imbiss / Brunch / Begegnung

P1000517       Vor Beginn des Ehemaligentreffens im Jahr 2014 im Saal der ESG

14.00 Uhr Andacht

14.45 Uhr Visionen einer menschengerechten europäischen Flüchtlingspolitik
Referent und Gesprächspartner ist der Journalist Andreas Zumach, Genf
(Zumach arbeitet auf den Gebieten des Völkerrechts, der Menschenrechtspolitik, der Sicherheitspolitik, der Rüstungskontrolle und internationaler Organisationen. Er arbeitet am europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf als Korrespondent für Printmedien sowie für deutschsprachige Rundfunkanstalten. Im Jahr 2009 wurde ihm der Göttinger Friedenspreis verliehen. [aus wikipedia ….])

In der Pause: Kaffee & Kuchen und im Anschluß an die Diskussion Häppchen

20.00 Uhr Tanz im Paradies: Sommerfest der ESG mit Theatereinlage
Anmeldung in der ESG: Tel. 03641 / 449790 bzw. bei sabine.nagel@uni-jena.de.

Wir bitten um einen Teilnahmebeitrag von 10€ (Studierende 5€) und wegen der Planung der Verpflegung um Anmeldung bis zum 20.6.15.

Mit herzlichen Grüßen,
Ihre Vorstandsmitglieder des ESG-Freundeskreises Michael Dorsch, Roland Mattheis und Sabine Nagel



Taizé-Andachten im Sommer 2015 stehen!

Taizé-Gebete SoSe 15

Weitere Infos zu unseren Taizé-Andachten siehe hier.



Bindestrich zwischen gestern und heute

In Konstanz kursieren Papierschiffchen mit der Aufschrift „Jan Hus ist in der Stadt“. Vor 600 Jahren werden sich Freunde und Gegner des Reformators diese Worte zugeflüstert oder empört zugesprochen haben. Sein Besuch in Konstanz beim Konzil in Konstanz endete auf dem Scheiterhaufen. Was sollen dann die gelben, roten, blauen Schiffchen, die Studierende der ESG verteilen?
Sollten wir in Jena Schiffchen oder gefaltete Hütchen verteilen mit Aufdrucken wie: „Die Romantiker sind in der Stadt“ oder „Schiller ist in der Stadt“ oder „Jürgen Fuchs ist in der Stadt“ oder gar auf die hinweisen, die schwierig waren oder an die, an die sich öffentlich keiner so gern erinnert, deren Erbe aber noch existiert, auch in unserer Stadt?
Das Stadtmuseum erinnert gerade noch an das, was in den Jahren um den 1. Weltkrieg herum in Jena geschah und holt Stimmungen und Bewegungen, Zustimmung und Ablehnung, Not und Angst im Alltagsleben aus der Verborgenheit. Da wird kein Schlussstrich gezogen, sondern ein Bindestrich gesetzt von heute zu diesen Jahren.
„Jan Hus ist in der Stadt – …“ ist in Konstanz ein Bindestrich zum Erinnern, die eine Seite, die zu verbinden ist mit der Gegenwart des Lebens in der Stadt: eine Aufgabe der Menschen, die dort leben und derer, die als Gäste kommen.
Unsere Schiffchen in Jena sind die Gedenktafeln zu Gelehrten, Schriftstellern und Dichtern; das sind die Stolpersteine für jüdische Menschen, die ermordet wurden, es sind Grabsteine auf den Friedhöfen und es sind Kirchen als Gebetsorte vieler Generationen sowie Gebäude der Universität, Forschungsinstitute und Schulen, die die Namen von bedeutenden Forschern und Persönlichkeiten tragen. Kurzum: Die ganze Stadt besteht aus Bindestrichen zwischen vergangenen Zeiten und der Gegenwart. Daraus Schlussstriche zu machen, geht unseretwegen nicht. Unsere Schiffchen sind aber auch die Menschen, die auf abenteuerlichen Schiffen und Wegen zu uns kommen und andere Vergangenheiten mitbringen, die uns und sie verbinden.
In den Kirchen verbinden wir in den Wochen vor Ostern Leben und Sterben von Jesus von Nazareth mit uns heute und ergänzen den Bindestrich zum Vergangenem durch Besinnung auf die schweren Seiten des Lebens, bei uns selbst und bei anderen Menschen in der Hoffnung auf Neubeginn.

Wort zum Sonntag für den 15.03.2015



Hauptamtlichenkonferenz der ESG (Verband der Evangelischen Studierendengemeinden in Deutschland) fordert den Rücktritt von Thomas de Maizière aus dem Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages

Hauptamtlichenkonferenz der ESG (Verband der Evangelischen Studierendengemeinden in Deutschland) fordert den Rücktritt  von Thomas de Maizière aus dem Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages
PRESSEMITTEILUNG
Konstanz, 25.02.2015 

Thomas de Maizière hat sich mit seinen fortgesetzten Angriffen gegen die 
Institution des Kirchenasyls nachhaltig diskreditiert. Kirchenasyl ist kein paralleles 
Rechtssystem, sondern dient im Gegenteil der Verfeinerung und Humanisierung 
rechtsstaatlicher Praxis. Dies ergibt sich allein schon aus der hohen Erfolgsquote des 
Kirchenasyls, das üblicherweise in enger Abstimmung mit den zuständigen staatlichen 
Behörden gewährt wird. 

Durch seine in der Sache problematische Gleichsetzung von 
Kirchenasyl und Scharia treibt de Maizière einen Keil zwischen ChristInnen und 
MuslimInnen sowie Kirche und Gesellschaft. Das halten wir für unsäglich und 
nicht hinnehmbar. 

Die jüngsten Auslassungen von Thomas de Maizière sind keine einmalige Entgleisung, 
sondern haben eine lange Vorgeschichte. Bereits vor Jahren hatte de Maizière in 
einem Schreiben an die damalige Flüchtlingsbeauftragte der nordelbischen 
Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Fanny Dethloff seine Auffassung bekräftigt, 
dass "für ein 'Kirchenasyl' in einem Rechtsstaat grundsätzlich kein Raum" sei. 
"Unsere Rechtsordnung" biete "sowohl den Kirchen als auch ihren Mitgliedern 
ausreichend Raum, sich für schutzsuchende Ausländer einzusetzen". 
Diese Auffassung wird durch die Zustände an Europas Außengrenzen, die europäische 
Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen tagtäglich widerlegt. Wer Barmherzigkeit 
für eine Privatangelegenheit hält, ist nicht geeignet, den Protestantismus öffentlich 
zu repräsentieren. Wir fordern Thomas de Maizière deshalb auf, aus dem Präsidium des 
Deutschen Evangelischen Kirchentages zurückzutreten. 

in Deutschland (ESG) 
Kontakt: 
Frank Martin Studierendenpfarrer ESG Leipzig 
Mitglied im Präsidium der ESG-Hauptamtlichenkonferenz 
E-Mail: fmesg@gmx.de<mailto:fmesg@gmx.de> 

Dr. Uwe-Karsten Plisch Theologie, 
Hochschul- und Genderpolitik Verband der Evangelischen Studierendengemeinden 
in Deutschland (ESG) 
Otto-Brenner-Str. 9 
30159 Hannover 
Telefon: 0511 12 15-143 E-Mail: 
ukp@bundes-esg.de<mailto:ukp@bundes-esg.de>


Segensfeier am Valentinstag für Verliebte, Liebende & Paare

‚Man braucht nur einen Menschen, den aber braucht man sehr‘. Mit dieser Gedichtzeile von Mascha Kaleko sind Verliebte, Liebende und Paare am 14. Februar um 19.30 Uhr herzlich eingeladen zur Segensfeier in die Katholische Kirche St. Johann in der Wagnergasse.
Veranstalter sind die Katholische Gemeinde St. Johann Baptist und die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Jena.

Plakat Man braucht nur einen Menschen



Kamerun: Afrika im Kleinen. Internationaler Treff der ESG

Am 22. Januar, ab 20 Uhr, wird Julien, ein Student aus dem Kreis der internationalen Studierenden an der ESG, sein Land mit Schönheiten und Problemen vorstellen. Interessierte sind herzlich eingeladen.